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25. März 2026 · 08:30–10:00

Brew & Business New York 03/2026

Ort
New York, United States
Gastgeber
Michael Illert Executive Recruitment

Was uns HR-Verantwortliche beim Frühstück in New York gelehrt haben

Am 25. März hat michaelillert mitten in New York City ein Brew and Business Breakfast ausgerichtet und dazu 12 Senior Leader aus Financial Services, Professional Services, Technologie und darüber hinaus zusammengebracht. Das Gespräch war offen, der Kaffee gut – und zwei Themen prägten den Morgen.

KI im HR: die Lücke zwischen Anspruch und Realität

Fragt man HR-Verantwortliche, ob KI auf ihrer Agenda steht, lautet die Antwort ja. Fragt man, wie tief sie tatsächlich im Tagesgeschäft verankert ist, ergibt sich ein deutlich anderes Bild. Unter allen 12 Teilnehmenden konnte niemand ein Beispiel nennen, in dem KI wirklich in HR-Workflows integriert ist.

Das Bewusstsein ist hoch. Die Adoption bleibt bislang weitgehend an der Oberfläche.

Bei michaelillert haben wir einen bewussten Weg gewählt: Wir bauen ein vernetztes Set an KI-Tools, das Back-Office- und administrative Reibung vollständig entfernt und unser Team freisetzt für das, was nur Menschen können. Doch die wichtigere Diskussion betrifft nicht nur, wo KI eingesetzt werden sollte. Sie betrifft ebenso, wo man die Grenze zieht. Wir haben uns klar dagegen entschieden, KI für die Beurteilung oder Bewertung von Kandidaten einzusetzen. Diese Entscheidung steht im Zentrum unserer Philosophie: Technologie entfernt Reibung, Menschen treffen Urteile.Diese Unterscheidung ist wichtig – und sie ist eine, die jedes HR-Team vor einer beschleunigten Adoption explizit für sich definieren sollte.

Mitarbeiterengagement: eine ruhige Oberfläche mit Druck darunter

Das zweite Thema führte zu einer ebenso offenen Diskussion. Die Retention-Zahlen im Raum sahen weitgehend gesund aus, doch die Gruppe sah klar, warum: Der Arbeitsmarkt ist eng, und Menschen bleiben, weil ihre Optionen begrenzt sind. Mehrere Teilnehmende fanden dies in ihren eigenen Mitarbeiterbefragungen wieder, in denen die Unzufriedenheit tiefer reicht, als es die Fluktuationsdaten vermuten lassen.Die gemeinsame Einschätzung war ernüchternd. Wenn sich der Markt öffnet, könnten wir durchaus eine Welle freiwilliger Abgänge erleben. Die Frage ist, ob Organisationen darauf vorbereitet sein werden.Zwei Punkte stachen aus der Diskussion heraus. Erstens ist die Rolle von HR, frühe Signale aufzunehmen, wichtiger denn je – und das erfordert, dass HR-Teams nahe an den Menschen bleiben, nicht auf Distanz. High Touch zählt. Zweitens wachsen die Anforderungen an HR im Bereich emotionaler Unterstützung, insbesondere von jüngeren Mitarbeitenden, schneller, als die meisten Teams ressourcenseitig bewältigen können. Mehrere Teilnehmende warfen die Frage auf, ob professionelle Begleitung oder Coaching-Angebote fester Bestandteil der People-Strategie werden sollten – und nicht erst eine Reaktion in der Krise.

Bis zum nächsten Mal

Wir danken allen, die uns am Grand Central für einen so offenen und substanziellen Morgen begleitet haben. Das Format funktioniert genau deshalb, weil es Raum für Ehrlichkeit statt Inszenierung schafft. Wir freuen uns auf das nächste.

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